Wir haben die Fastenzeit begonnen. Mit dem Aschenkreuz auf unserer Stirn wurde uns bewusst: Alles Irdische ist vergänglich. „Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.“ Ein Satz, der uns innehalten lässt – über unser Leben, unsere Beziehungen, unsere Liebe.
Die Asche erinnert uns daran: Unser Leben hier auf der Erde ist nicht alles. Geld, Erfolg, Besitz – das alles vergeht. Auch Streit, Neid und Ärger verlieren am Ende ihre Bedeutung. Was bleibt, ist die Liebe. Was bleibt, ist das Gute, das wir getan haben.
Viele fragen: „Was gibst du in der Fastenzeit auf?“ Vielleicht Süßigkeiten, Fernsehen oder andere Gewohnheiten. Das ist ein guter Anfang. Es hilft uns, diszipliniert zu werden. Aber die Fastenzeit will mehr.
Es geht nicht nur um das Weglassen, sondern auch um das Hinzufügen.
Weniger urteilen – mehr verstehen.
Weniger reden – mehr zuhören.
Weniger an mich denken – mehr an andere denken.
Vielleicht können wir sagen:
Ich gebe meine Gleichgültigkeit auf.
Ich gebe meinen Stolz auf.
Ich gebe meine Bequemlichkeit auf.
Und ich nehme etwas Neues an:
Mehr Zeit für Gott im Gebet.
Mehr Geduld mit meiner Familie.
Mehr Aufmerksamkeit für Menschen, die Hilfe brauchen.
Die Fastenzeit ist eine Chance. Eine heilige Zeit. Gott gibt uns vierzig Tage, um unser Herz zu reinigen und neu zu beginnen.
Am Ende geht es nicht darum, was wir alles aufgegeben haben.
Es geht darum, ob wir mehr lieben gelernt haben.
Kooperator Tijo Thomas