Gemeinsam glauben - Impulse des Seelsorgeteams

 

Gemeinsam glauben

Mit kurzen Impulsen möchte das Seelsorgeteam zum Nachdenken, zum Gespräch und zum Beten anregen. Als Nachricht per E-Mail, auf der Homepage und über das MAZ wird wöchentlich ein Impuls veröffentlicht.
Die verschiedenen Möglichkeiten:
  • per E-Mail: Mail mit dem Betreff „gemeinsam glauben“ an pfarramt@kath-malsch.de
  • hier auf unserer Homepage
  • über das MAZ
 

Freitag, 05.06.26

Am 5. Juni gedenkt die Kirche des heiligen Bonifatius, der aus England kam und als Missionar im deutschsprachigen Raum wirkte. Deshalb wird er auch „Apostel der Deutschen“ genannt. Sein Leben war ganz vom Einsatz für das Evangelium geprägt. Bonifatius erinnert uns daran, dass Glaube nicht im Inneren stehen bleibt, sondern Menschen in Bewegung bringt. Er hat sein Leben lang auf Gott vertraut und sich davon leiten lassen, den Glauben zu verkünden und Kirche aufzubauen.
Auch heute stehen wir vor vielen Herausforderungen. Nicht alles ist einfach, vieles ist unsicher. Gerade dann brauchen wir Vertrauen, das trägt. Bonifatius hat dieses Vertrauen gelebt: nicht aus eigener Stärke, sondern aus dem Glauben an Gott. Auch wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns begleitet. Er kennt unsere Wege, unsere Sorgen und unsere Hoffnungen. Er lässt uns nicht allein und gibt Kraft für das, was vor uns liegt. Der Glaube nimmt nicht alle Schwierigkeiten weg, aber er schenkt eine neue Perspektive. Er macht Mut, den nächsten Schritt zu gehen, auch wenn der Weg unklar ist. Und er öffnet unser Herz für Hoffnung und Zuversicht.
Lasst uns durch die Fürsprache des heiligen Bonifatius im Alltag mutig aus dem Glauben leben, die Hoffnung nicht verlieren und Gottes Liebe in Wort und Tat bezeugen.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 29.05.26

„Dreifaltiger, verborgner Gott“ – so beginnt ein Kirchenlied zum Dreifaltigkeitssonntag, den wir jetzt am Sonntag begehen. Und das zeigt schon: Gott bleibt in gewisser Weise für uns immer der Geheimnisvolle, den wir nie ganz erfassen und in unseren Begriffen unterbringen können.
Oder wie Augustinus gesagt hat: „Wenn du es begriffen hast, ist es nicht Gott.“
 
Aber wir glauben, dass dieser unfassbare Gott in der Geschichte aufgetaucht ist, dass er sich in Jesus hat sehen lassen. An Jesus, an seinen Worten und Taten kann man ablesen, wie Gott ist. Und im Leben begeisterter gläubiger Menschen entdecken wir, dass sein Geist auch heute in der Welt weiterwirkt.
 
So lädt der Dreifaltigkeitssonntag ein, mich persönlich im Blick auf meinen eigenen Weg mit Gott zu fragen: Wo scheint für mich Gott immer wieder durch? Wo verbindet sich mein konkretes Alltagsleben mit Gott? Wo finde ich seine Spuren in meinem Leben? Und wo setze ich meine Spur auf seine Spur?
Rainer Warneck, Kooperator
 

Freitag, 22.05.26

Am Sonntag feiern wir das große Fest Pfingsten. Ich habe einmal ein schönes Zitat gelesen:
Allein sind wir nur ein Funke, aber im Geiste sind wir Feuer. Allein sind wir nur eine Schnur, aber im Geiste sind wir eine Leier. Allein sind wir nur Ameisenhaufen, aber im Geiste sind wir ein Berg. Allein sind wir nur eine Feder, aber im Geiste sind wir ein Flügel. Allein sind wir nur ein Bettler, aber im Geiste sind wir ein König.“
Dieses Wort berührt mich, weil es etwas sehr Schönes über den Heiligen Geist sagt. Der Geist Gottes macht aus dem Einzelnen mehr, als er allein sein kann. Er verbindet Menschen miteinander und schenkt ihnen neue Kraft.
Oft erleben wir uns im Leben klein, schwach oder allein. Jeder hat seine Sorgen, seine Grenzen, seine Last. Aber Pfingsten sagt uns: Du bist nicht allein. Gottes Geist ist da.
Und wo dieser Geist wirkt, da geschieht Verwandlung. Aus vielen einzelnen Menschen wird eine Gemeinschaft. Aus Angst wird Mut. Aus Schwäche wird Kraft. Aus dem „Ich“ wird ein „Wir“.
So wird aus einem Funken ein Feuer, das wärmt und leuchtet. Und dieses Feuer ist die Liebe Gottes, die unter uns lebendig ist.
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest und die Kraft des Heiligen Geistes, der Ihr Leben mit Mut, Hoffnung und neuer Freude erfüllt.
Kooperator Tijo Thomas
 
 

Freitag, 15.05.26

„Hab Mut, steh auf!“, heißt das Motto des Katholikentags, der seit Mittwoch in Würzburg stattfindet. „Hab Mut, steh auf!“, auch wenn die Zeiten und die Ereignisse uns etwas anderes zeigen.
„Hab Mut, steh auf!“ Das sagen die Umstehenden zum blinden Bettler Bartimäus in der biblischen Erzählung, aus der das Leitwort stammt (vgl. Markus 10,46-52).
 
„Hab Mut.“ - Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, trotz Unsicherheit aufzubrechen. Vielleicht ist es der Mut, ein klärendes Gespräch zu führen, alte Verletzungen loszulassen oder neue Wege im Glauben zu wagen.
„Steh auf.“ – Es ist der Aufruf zum Aufstehen. Zum Aufstehen aus Gleichgültigkeit. Zum Aufstehen für Gerechtigkeit. Zum Aufstehen füreinander. Wer aufsteht, verändert die Perspektive – und entdeckt neue Horizonte.
 
Und wenn wir wieder einmal entmutigt sind von allem, was wir sehen, hören und aushalten müssen, dann dürfen wir uns gerade in den kommenden Tagen auf Pfingsten hin an den Beistand, den Heiligen Geist, wenden. Er wird uns helfen, den Mut nicht zu verlieren.
 
Was macht Ihnen Mut? Wofür stehen Sie auf?
Rainer Warneck, Kooperator
 
Eine klassische Geste zum Mutter- oder Vatertag - Frühstück ans Bett

Freitag, 08.05.26

Muttertag und Vatertag – böse Zungen behaupten, beide Tage sind vor allem durch die mögliche Kommerzialisierung entstanden. In heutigen Zeiten mag man das auch leicht glauben. Kein Werbeprospekt, keine Internetwerbung kommt dieser Tage ohne den Hinweis „Denk dran, bald ist Muttertag (bzw. Vatertag)!“ aus. Pralinen, Blumen, etwas Selbstgebasteltes, Socken, Krawatten, Bier, Werkzeuge…und das ist nur die mittlerweile klassische Produktpalette.
In christlichen Kreisen könnte man sich doch fragen, über welches Geschenk sich Gott zum Mutter- und Vatertag freuen würde? Gott, den wir häufig als „Vater“ bezeichnen, der uns aber in seiner (oder ihrer?) Unermesslichkeit auch wie eine Mutter liebt hat letztlich zwei „Kommerzfeiertage“, zu denen ihm/ihr mal ein Dank zuteilwerden sollte. Nur können wir Gott nicht einfach Frühstück ans Bett bringen. Wie ehren Sie Gott am Mutter- und Vatertag?
Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 01.05.26

In der Reihe der gesetzlichen Feiertage im Frühling ist er der einzige nichtkirchliche: Jedes Jahr am 1. Mai ist der weltliche „Tag der Arbeit“. Er ist Symbol für die Rechte arbeitender Menschen.
An diesem Tag lenkt die Kirche den Blick auf Josef, den Arbeiter. Papst Pius XII. hat dies 1955 eingeführt. Im Tagesgebet heißt es: „… der mit seiner Hände Arbeit die Heilige Familie ernährte.“ Als Arbeiter weiß Josef, dass vieles nicht ohne Mühe zu erreichen ist. Natürlich brauchen wir einen Beruf, um Geld zu verdienen. Aber wer seine Arbeit mit Freude tut, findet in ihr hoffentlich auch Erfüllung und kann letztlich an der Gestaltung dieser Welt mitwirken. Die Arbeit soll dem Leben dienen.
 
Wenn es um den Wert der Arbeit geht, ist das biblische Beispiel des Paulus eigentlich fast noch passender: Denn Paulus betont (nicht ohne Stolz), dass er seinen Unterhalt als Zeltmacher selbst bestreitet und den Gemeinden nicht zur Last fällt (Apostelgeschichte 18,3 und 20,34).
Von Josefs Beruf erfahren wir dagegen nur nebenbei (z.B. Matthäus 13,55). Bei ihm steht vielmehr die Sorge um seine Familie und das Hören auf Gottes Wort im Mittelpunkt. Diesen Raum in der Mitte unseres Lebens soll die Arbeit gerade freilassen.
 
So wünsche ich Ihnen immer eine gute Verbindung zwischen Glauben und alltäglicher Arbeit und eine gute Balance zwischen Arbeit und Ruhe.
Rainer Warneck, Kooperator
 

Freitag, 24.04.26

Am 25. April begehen wir den Gedenktag des Heiligen Markus.
Markus gilt als der Verfasser des wohl ältesten Evangeliums. Gleichsam war er damit der Erste, der auf die Idee kam, die Berichte über das Leben und die Taten Jesu zu verbriefen und den Mängeln, die durch das ständige Weitererzählen entstehen, Einhalt zu gebieten. Etwas wird vergessen, etwas anderes bewusst weggelassen, etwas anderes dazuerfunden, etwas wiederum anderes missverstanden und darum nicht mehr ganz richtig weitergegeben. Mit dem Niederschreiben von Geschichten erhalten sich die Versionen.
Heute wird mehrheitlich davon ausgegangen, dass das Markus-Evangelium um 70 n.Chr. entstand, also erst etwa 40 Jahre nach Jesu und Auferstehung. Auch ist davon auszugehen, dass Markus kein Zeitzeuge war, dem es erst (zu) spät einfiel, die frohe Botschaft aufzuschreiben. Dies macht Markus aber zu einem Zeugen, der trotz der langen Zwischenzeit an eine Geschichte glaubte, die offenbar so beliebte Verbreitung fand, dass sie es wert war, aufgeschrieben und so für die Nachwelt erhalten zu bleiben. 1950 Jahre später kann man Markus also für ein zeitloses Meisterwerk danken.
Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 17.04.26

153 Fische – im Evangelium des kommenden Sonntags wird erzählt, dass Petrus (nachdem er sich vorher vergeblich bemüht hatte) im Beisein des auferstandenen Jesus ein Netz mit 153 Fischen aus dem Wasser zieht.
Warum ausgerechnet 153 Fische? Eine Erklärung ist, dass die Biologie der Antike 153 Fischarten kannte.
153 Fische im Evangelium ist also eine symbolische Zahl: Zeichen für die Vielfalt und Universalität der Kirche.
153 Fische – ein Zeichen für die Vielfalt an Menschen in dieser Kirche: der eine, der mit dem Herzen sieht – charismatisch wie der Lieblingsjünger Jesu. Der andere, der voran geht, mutig die Initiative ergreift, Menschen führt – das Petrusamt. Wieder andere, die verlässlich ihre Arbeit tun, die Netze wieder einziehen.
Ein Schiff mit einem vollen Netz, das nicht reißt. 153 Fischarten darin, jede einzig und doch vernetzt. In der Kirche Jesu ist Platz genug für alle. Gehalten von ihm – dem Band der Einheit – Jesus.
Welchen Platz in diesem Netz der Einheit habe ich?
Rainer Warneck, Kooperator
 
Dieses Kreuz tragen unsere diesjährigen Kommunionkinder. Das Motto lautet: „Ihr seid meine Freunde“. Gab es bei Ihnen auch ein Motto?

Freitag, 10.04.26

Dieses Wochenende feiern wir in Malsch die Erstkommunion. Erstkommunion weckt bei vielen Menschen Erinnerungen an einen besonderen Tag. Allerdings stelle ich in Gesprächen immer wieder fest, dass vor allem vom Fest, vom Wetter des Tages sowie über die Geschenke erzählt wird. Wenn der Gottesdienst erwähnt wird, dann fallen auch eher Begriffe wie „langweilig“ oder die lange Dauer wird moniert, aber kaum scheint etwas Positives haften geblieben zu sein. Diese Art der Erinnerung zieht sich noch bis in meine Generation.
Erinnern sie sich doch einmal gezielt an den Gottesdienst zu Ihrer Erstkommunion zurück. Schaffen Sie es (nicht doch), auch etwas Positives zu erinnern? Schließlich hat man doch zum ersten Mal den Leib Christi empfangen dürfen! Ist das etwa nichts?
                                                                                                                                Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 03.04.26

„Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung!“
Karfreitag ist ein stiller und schwerer Tag. Wir schauen auf das Kreuz und sehen Leid, Schmerz und Tod. Jesus hängt am Kreuz, verlassen und verwundet. Viele fragen sich: Wo ist Gott in diesem Moment? Und doch sagt unser Glaube: Gerade dort ist Gott. Im Kreuz zeigt uns Jesus, dass Gott den Weg mit uns geht – bis ganz nach unten. Er kennt unser Leid, unsere Angst, unsere Einsamkeit. Das Kreuz ist nicht das Ende, sondern ein Zeichen der Liebe – einer Liebe, die alles trägt und niemals aufgibt. Darum dürfen wir hoffen: Wo wir zerbrechen, ist Gott uns nah. Wo wir keine Kraft mehr haben, trägt er uns. Wo alles dunkel scheint, bleibt ein Licht.
Im Kreuz ist Heil, weil Gott uns nicht verlässt.
Im Kreuz ist Leben, weil die Liebe stärker ist als der Tod.
Im Kreuz ist Hoffnung, weil Karfreitag nicht das letzte Wort hat.
Möge das Licht von Ostern Ihr Herz erfüllen und Ihnen Mut schenken, dem Leben mit neuer Hoffnung und Vertrauen entgegenzugehen.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 27.03.26

In der Kirche von Vézelay in Frankreich gibt es eine – wie ich finde – bemerkenswerte Darstellung über Judas. Also über den Apostel, der Jesus verraten hat – und der deshalb „verloren sei“, wie es im Matthäus-Evangelium sinngemäß heißt (Mt 26,24).
Auf einem Kapitell dort in der Kirche ist zu sehen, wie Judas sich an einem Baum erhängt, nachdem er die Folgen seiner Tat begriffen hat. Dann aber kommt Jesus, nimmt ihn ab, legt ihn über die Schulter und trägt ihn – wie ein Hirt das verletzte oder verlorene Schaf – zurück in die Gemeinschaft der Seinen (siehe z.B. www.pius-kirchgessner.de/07_Bildmeditationen/4_Christus/Judas.htm).
Mit seiner Botschaft – in Stein gemeißelt – trifft der Künstler mitten hinein ins Zentrum der biblischen, der christlichen Botschaft. Und die lautet: Barmherzigkeit.
„Sag ja zu mir, wenn alles nein sagt“, so singen wir in einem Lied in der österlichen Bußzeit. Alles scheint nein zu Judas zu sagen – nur Jesus nicht. Er bleibt bei seinem „Ja“ zu diesem Menschen, bei seinem Ja aus Liebe.
Gottes Vergebungsbereitschaft ist grenzenlos – auch wenn das für uns Menschen oft schwer vorstellbar und nachvollziehbar ist.
Gott sagt in Jesus „Ja“ zu jedem und jeder von uns – auch mit unseren Fehlern und Schwächen. Kann ich darauf vertrauen, dass Jesus an mir festhält, mich trägt und auch mit mir immer neu anfängt?
Rainer Warneck, Kooperator
 

Freitag, 20.03.26

Ich hatte letztens die Ehre, dem bekannten Tierfilmer Andreas Kieling zu begegnen und mit ihm ein kurzes Gespräch zu führen. Unser Thema lenkte sich schnell auf die Schönheit der Natur, und dass der Mensch seinen Auftrag, für die Schöpfung Verantwortung zu übernehmen, doch ziemlich vernachlässigt. Herr Kieling erzählte über seine Zeit in Alaska, und wie in der Unberührtheit dieser Natur, fernab von jedweder Zivilisation die Ursprünglichkeit der Welt noch erkennbar sei. Ich weiß nicht, ob Andreas Kieling Christ ist oder sonst einer anderen Religion angehört, aber wie er von Schöpfung, Ursprünglichkeit und der Schönheit der Natur sprach, das war schon beeindruckend und hat mich nachdenklich gemacht.
Gott hat uns seine Schöpfung anvertraut. Wir sollen sie pflegen, behüten und bewahren. Leider wird der Begriff des „Untertan machen“ in der heutigen Zeit pervertiert. Doch gerade jetzt zum beginnenden Frühling wird doch einmal mehr deutlich, dass alles das, was buchstäblich erwächst, Pflege braucht, damit wir uns – auch in der Zivilisation – an der Ursprünglichkeit und der Schönheit der Schöpfung noch lange erfreuen können.
Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 13.03.26

In diesen Tagen hören wir viele Nachrichten über Krieg. Besonders im Nahen Osten ist die Lage sehr angespannt. Menschen leben in Angst. Viele verlieren ihr Zuhause, manche sogar ihr Leben. Auch wir hier in Deutschland spüren die Folgen: Öl und Energie werden teurer und viele machen sich Sorgen um die Zukunft.
 
In solchen Momenten kann uns ein Lied aus dem Gotteslob helfen, von Herzen für Frieden zu beten und in unserer Umgebung Frieden zu schaffen.
„Wo Menschen sich verbünden,
den Hass überwinden
und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Friede werde unter uns.“
Diese Worte erinnern uns: Frieden beginnt dort, wo Menschen Hass überwinden. Nicht nur im fernen Krieg, sondern auch in unserem Alltag. Jeder Mensch hat eine Würde, die geachtet werden will. Wir können unseren Mitmenschen zuhören, respektvoll begegnen und versuchen, Hass oder Vorurteile nicht weiterzugeben.
Wenn Menschen neu anfangen, vergeben und aufeinander zugehen, dann wächst Hoffnung. Dann wird spürbar: Gott wirkt mitten unter uns. Und dort kann der Frieden beginnen – leise, aber wirksam, im Herzen und zwischen Menschen.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 06.03.26

Heute feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde den Weltgebetstag – dieses Jahr vorbereitet von Frauen aus Nigeria. „Kommt! Bringt eure Last.“ lautet ihr hoffnungsverheißendes Motto, angelehnt an das Wort Jesu: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (Matthäus 11,28).
Für mich sind das einige der schönsten und tröstlichsten Worte aus dem Evangelium. Ich bin sicher: Jeder und jede von uns hat „sein Päckchen zu tragen“, wie man so sagt. Lassen Sie das doch einmal in sich aufsteigen: Was belastet Sie in Ihrem Leben? Was macht Ihnen das Herz schwer? Wo fühlen Sie sich traurig, verängstigt, unruhig und gehetzt? – Und dann lassen Sie diesen Gedanken an sich heran: Mit all dem dürfen Sie zu ihm kommen. Er will Ihnen Ruhe verschaffen, will, dass Sie „Ruhe finden für Ihre Seele“. Eine Ruhe, die Kraft gibt zum Leben, für den nächsten Schritt.
Bei Gott sind wir willkommen, so wie wir sind. In diesem Sinn: Kommt! Bringt eure Last.
Pfr. Rainer Warneck, Kooperator
 

Freitag, 27.02.26

„Der Klügere gibt nach“ – so sagt es der Volksmund. Aber welchen Wert hat es tatsächlich, wenn der oder die Klügere nachgibt? Bei einem Streit zum Beispiel. Wenn man sich hier versöhnen will, hat es nicht den größeren pädagogischen Effekt, wenn die verursachende Person nachgibt, somit Einsicht zeigt und sich so wieder dafür einsetzt, den Frieden wiederherzustellen? Es soll jetzt nicht unnötig kompliziert oder philosophisch werden, aber wie stehen Klugheit und Einsicht zueinander? Kann nur einsichtig sein, wer auch klug ist, oder ist nur der klug, der auch einsichtig ist?
Was aber, wenn man einen Streit gar nicht verursacht hat, aber die Person ist, die sich um die Beilegung des Streits bemüht. Hat dann nicht einfach der Harmoniebedürftige nachgegeben? Und der Verursacher wird sich seiner Schuld gar nicht bewusst? Welche Konsequenzen hat das denn für ihn, wenn man ihm die Chance zur Einsicht gar nicht lässt? (Ob sie dann kommt oder nicht ist noch einmal eine andere Frage…)
Wie sehen sie das? Wie sollte das eigentlich lauten, wer nachgeben sollte?
Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 20.02.26

Wir haben die Fastenzeit begonnen. Mit dem Aschenkreuz auf unserer Stirn wurde uns bewusst: Alles Irdische ist vergänglich. „Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.“ Ein Satz, der uns innehalten lässt – über unser Leben, unsere Beziehungen, unsere Liebe.
Die Asche erinnert uns daran: Unser Leben hier auf der Erde ist nicht alles. Geld, Erfolg, Besitz – das alles vergeht. Auch Streit, Neid und Ärger verlieren am Ende ihre Bedeutung. Was bleibt, ist die Liebe. Was bleibt, ist das Gute, das wir getan haben.
Viele fragen: „Was gibst du in der Fastenzeit auf?“ Vielleicht Süßigkeiten, Fernsehen oder andere Gewohnheiten. Das ist ein guter Anfang. Es hilft uns, diszipliniert zu werden. Aber die Fastenzeit will mehr.
Es geht nicht nur um das Weglassen, sondern auch um das Hinzufügen.
Weniger urteilen – mehr verstehen.
Weniger reden – mehr zuhören.
Weniger an mich denken – mehr an andere denken.
Vielleicht können wir sagen:
Ich gebe meine Gleichgültigkeit auf.
Ich gebe meinen Stolz auf.
Ich gebe meine Bequemlichkeit auf.
Und ich nehme etwas Neues an:
Mehr Zeit für Gott im Gebet.
Mehr Geduld mit meiner Familie.
Mehr Aufmerksamkeit für Menschen, die Hilfe brauchen.
Die Fastenzeit ist eine Chance. Eine heilige Zeit. Gott gibt uns vierzig Tage, um unser Herz zu reinigen und neu zu beginnen.
Am Ende geht es nicht darum, was wir alles aufgegeben haben.
Es geht darum, ob wir mehr lieben gelernt haben.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 13.02.26

Fasching, Fasnacht – das heißt für viele in diesen Tagen: Jubel, Trubel, Heiterkeit. Aber auch in Gemeinschaft mit anderen sein, miteinander lachen, zusammen unbeschwert feiern.
Das Evangelium des kommenden Sonntags (Matthäus 5,17-37) scheint diesem Lebensgefühl entgegenzustehen. Denn da erleben wir Jesus von seiner ernsten Seite. Er schärft uns ein, dass Nachfolge, das Arbeiten am Reich Gottes, nichts ist, was wir auf die leichte Schulter nehmen können.
So sagt Jesus im Blick auf das zwischenmenschliche Verhalten: „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, lass deine Gabe vor dem Altar liegen, versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe“ (Mt 5,23f.).
Das richtet unsere Aufmerksamkeit schon auf die Österliche Bußzeit, die nächste Woche am Aschermittwoch beginnt. Es lädt mich ein, mich in diesen Tagen zu fragen: Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um? Wie lebe ich Versöhnung?
 
Eine glückselige Fasnacht und einen guten Start in die Österliche Bußzeit wünscht
Ihr Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 06.02.26

In letzter Zeit stört es mich außerordentlich, wenn ich unterbrochen werde. Egal, ob ich gerade Arbeiten am Haus verrichte, die Wäsche aufhänge oder mir einfach ein Glas Wasser einschenken möchte – werde ich dabei unterbrochen, ist meine Geduld momentan schnell aufgebraucht, da die Unterbrechungen ihrerseits aus Unachtsamkeit oder Ungeduld herrühren. Alles muss sofort erliegen, um die Ungeduld anderer Menschen zu bedienen.
 
Ich habe mich letzthin gefragt (neben der Frage, wie Klaus Kinski reagieren würde…), wie Jesus zu Unterbrechungen stand. Klar ist für mich, dass er durchaus selber andere unterbrochen hat, und das mit Forderungen, die mitunter haarsträubend erscheinen: „Lass alles stehen und liegen und folge mir nach!“ Das hat ohne Zweifel herausgefordert.
Aber umgekehrt? Was tat Jesus, wenn er unterbrochen wurde? Und wir reden hier vom Getränkeeinschenken in ein Trinkgefäß, sondern von seinem Verkündigungswerk! War er wirklich geduldig mit den Pharisäern, die ihn immer wieder aufs Neue prüften? Könnten wir es ihm verübeln (er war schließlich auch Mensch!), wenn er gedacht hätte: „Oh nein, nicht die schon wieder?“
 
Wenngleich Jesus immer wieder souveräne Antworten parat hatte, die den Pharisäern den Wind aus den Segeln nahmen, aber wie nahm er diese Unterbrechungen wohl auf?
 
Ich versuche nach diesem Gedanken zumindest, die Tragweite von Unterbrechungen in meinem Alltag einzuschätzen. Was ist wichtiger: Ungestört Wäsche aufzuhängen oder am Reich Gottes bauen zu können?
 
Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 30.01.26

In der Faschingszeit ist alles bunt. Menschen tragen Kostüme, sie lachen und feiern. Eine Maske kann Spaß machen, denn für kurze Zeit darf man jemand anderes sein.
Aber auch im Alltag tragen wir oft Masken. Wir tun stark, obwohl wir müde sind. Wir lächeln, obwohl uns etwas belastet. Wir spielen Rollen in der Familie, bei der Arbeit oder in der Kirche. Gott fragt uns nicht nach diesen Masken. Er schaut nicht nur auf das Äußere. In der Bibel heißt es: Der Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz. Vor Gott dürfen wir ehrlich sein. Wir müssen nichts vorspielen. Wir dürfen kommen, wie wir sind, mit unserer Freude und mit unseren Sorgen, mit Mut und mit Angst.
Vielleicht ist die Faschingszeit eine gute Gelegenheit, die Maske einmal abzulegen und uns zu fragen, wer wir wirklich sind und was unser Herz bewegt. Gott kennt uns und er liebt uns ohne Maske. Das schenkt Halt und eine Freude, die tiefer geht als jedes Fest.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 23.01.26

Zum heiligen Bischof Franz von Sales (am 24.1. ist sein Gedenktag) kommt in die Sprechzeit ein Offizier, der bekannt ist für sein aufbrausendes Temperament. Er muss etwas länger warten, bis er empfangen wird. Schließlich poltert er ungeduldig und aufgebracht durch die Tür. Der Bischof fragt gelassen, was sein Gast denn mit ihm besprechen will. „Geben Sie mir einen Rat, wie ich ein guter Christ werden kann.“ „Ganz einfach“, ist die verblüffende Antwort: „Fangen Sie damit an, dass Sie in Zukunft die Türen nur noch ganz leise zumachen.“
 
Das kommt witzig daher, aber Franz von Sales hat das ganz ernst gemeint. Wenn du Christ sein willst – fang damit an, die Türen leise zuzumachen. Und wenn man sich einmal den Alltag anschaut, wie oft darin nach einem Streit Türen zugeknallt werden und verschlossen bleiben, dann ist das eigentlich gar nicht so wenig, was Franz von Sales da fordert.
Wenn du Christ sein willst, dann fang damit an, dass du die Türen nicht mehr zuknallst. Ein guter erster Schritt – denn: wer nicht herumpoltert auf den Nerven seiner Mitmenschen, wer also angefangen hat, Liebe zu üben: der ist damit doch wohl auf dem Weg zum Wichtigsten, was es für Menschen gibt, die wirklich Christen sein wollen.
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 16.01.26

Viele Dinge von früher verschwinden. Manchmal berechtigt, manchmal fragt man sich, wie das passieren konnte. Dieser Gedanke kam bei mir auf, als mir ein Bekannter erzählt hat, er hätte beim Entrümpeln ein altes Poesiealbum gefunden.
 
Freundealben erleben gerade einen neuen Aufschwung; selbst in Kindergärten werden schon „Meine Freunde“-Alben herumgereicht, obwohl die Betroffenen ja noch nicht einmal schreiben können. Aber Poesiealben? Kommen die noch vor?
 
Wie schön war es, eine Sammlung von kleinen Gedichten, Zitaten, Bonmots und Aphorismen zusammenzutragen, womöglich noch künstlerisch gestaltet? Und manchmal haben sich sogar Bibelverse in diese Alben verirrt.
 
Aufgabe für die kommende Woche:
- Welchen Bibelvers würden Sie in ein Poesiealbum schreiben?
- Welchen Spruch würden Sie hineinschreiben?
- Und: falls Sie vielleicht noch ein Poesiealbum haben: Holen Sie es doch einmal hervor und lassen Sie sich inspirieren!
 
Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 09.01.26

Auf einer Karte, die ich dieses Jahr zum neuen Jahr bekommen habe, stand ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry:
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Dieses Zitat hat mich tief berührt, weil es mich daran erinnert, worauf es wirklich ankommt. Im Alltag hetzen wir oft aneinander vorbei, sehen nur das Offensichtliche: die Termine, die Aufgaben, die äußeren Erfolge. Doch was wirklich zählt, bleibt uns oft verborgen: ein Lächeln, das Mut macht, eine helfende Hand, ein Blick voller Vertrauen, ein Moment des Zuhörens.
 
Wenn wir lernen, mit dem Herzen zu sehen, entdecken wir diese unsichtbaren Schätze. Sie schenken uns Freude, Vertrauen und Verbundenheit – Dinge, die kein Auge messen kann, die aber das Leben reich machen. Vielleicht ist genau das ein guter Vorsatz für das neue Jahr: öfter innehalten, hinschauen, und mit dem Herzen sehen und dadurch die Welt um uns herum liebevoller, freundlicher und heller machen.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 02.01.26

An Neujahr (und an den Tagen danach) liegt das neue Jahr bildlich gesprochen wie ein leeres Buch vor uns. Gewiss, manches nehmen wir aus dem alten Jahr mit herüber. Und so mancher Terminkalender hat sich für das Jahr 2026 bereits wieder gefüllt. Da wirkt das neu aufgeschlagene Jahresbuch gar nicht so leer.
Wenn ich mir das neue, zunächst noch offen vor mir liegende Jahr als ein Notiz- oder Skizzenbuch vorstelle, dann stellt sich die Frage: Wie werde ich dieses Jahresbuch be-schreiben – im wörtlichen Sinn? Was wird tatsächlich eingetragen werden auf diesen momentan noch leeren Seiten meines Buchs; sozusagen Tag für Tag?
 
Wie auch immer die Seiten meines Jahresbuches sich füllen werden: Entscheidend ist, was wir alle symbolisch gesprochen im Vorwort unseres Jahresbuches lesen können: „Fürchte dich nicht. Ich, dein Gott, habe dich beim Namen gerufen. Dein Name ist in meine Hand geschrieben. Du gehörst zu mir. Du findest mich zwischen den Zeilen und mitten in den Bildern. Ob du traurig bist oder froh: ich bin bei dir auch in diesem neuen Jahr.“
Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit solchem Gottvertrauen gelassen(er) ins neue Jahr gehen können.
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 26.12.25

Der erste Märtyrer der Kirche steht bewusst direkt nach dem Weihnachtsfest.
Das ist kein Zufall.
Denn das Kind in der Krippe ruft nicht nur zur Freude auf, sondern auch zur Nachfolge.
Kaum haben wir Weihnachten gefeiert, stellt uns die Kirche mit dem heiligen Stephanus einen Menschen vor, der zeigt, was diese Nachfolge bedeuten kann.
Stephanus erkennt in Jesus nicht nur Trost, sondern die Wahrheit Gottes, die auch dann trägt, wenn es gefährlich wird.
Er bleibt Christus treu, selbst als Worte ihn nicht mehr schützen und Gewalt über ihn hereinbricht.
In seinem Sterben geschieht etwas zutiefst Bewegendes, denn er betet mit den Worten Jesu und vergibt denen, die ihn töten.
Sein Blick richtet sich nicht auf die Steine, sondern auf den offenen Himmel.
Gerade darin wird sichtbar, dass Weihnachten nicht an der Krippe endet.
Es will unser Denken, unser Handeln und unser Herz verändern.
In einer Zeit von Spaltung und Härte erinnert uns Stephanus daran, dass Liebe stärker ist als Gewalt.
Dort, wo diese Liebe gelebt wird, wird Weihnachten wirklich wahr.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 19.12.25

In den letzten Tagen der Adventszeit gibt es eine alte kirchliche Tradition - da wird Jesus angerufen mit Titeln, die aus dem Alten Testament stammen. Die Anrede beginnt jeweils mit „O“, Ausdruck froher Erwartung. Man nennt sie deshalb „O-Antiphonen“. Für den heutigen Tag lautet sie so: „O Spross aus Isais Wurzel, gesetzt zum Zeichen für die Völker – vor dir verstummen die Herrscher der Erde, dich flehen an die Völker: Komm und errette uns, erhebe dich, säume nicht länger!“
 
Mit der Anrede „O Spross aus Isais Wurzel“ soll auf die Abstammung Jesu aus dem Haus Davids verwiesen werden: Isai, auch Jesse genannt, ist der Vater von König David. Der Prophet Jesaia verheißt einen rettenden Messias, der aus dem Baumstumpf Jesse wachsen werde (Jesaja 11,1-10).
 
Übertragen auf heute heißt das für mich: Auch in mir und in meinem Leben will - bildlich gesprochen - ein neuer Zweig wachsen. Besonders dort, wo es in meinem Leben alte, scheinbar abgestorbene Wurzeln gibt, tote Ecken, nicht gelebtes Leben. Auch ich sehne mich danach, dass mit Gottes Kraft aus Totgeglaubtem Neues erwacht. So wächst in diesen Tagen um Weihnachten vielleicht auch in mir ein neuer Zweig, eine neue Zuversicht, neues Leben heran.
 
Einen hoffnungsvollen Tag wünscht
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 12.12.25

In meinem Heimatland Kerala in Indien gab es früher viele kleine Felder, und die Menschen bauten ihre Nahrung, vor allem Reis, selbst an. Nach der Ernte wurde der Reis in Säcke gefüllt, und die Frauen hatten die Aufgabe, ihn weiter zu reinigen. Der erste Schritt war, die Körner von der Spreu zu trennen. Mit einer Schaufel schaufelten sie eine Mischung aus Reiskörnern und Spreu in die Luft. Die schweren Körner fielen sofort wieder nach unten, während die leichtere Spreu vom Wind fortgetragen wurde.
 
Dieses Bild von Spreu und Korn erinnert uns daran, dass in unserer Welt viele Dinge ähnlich aussehen können: Duplikate und Nachahmungen, die oft besser erscheinen als die Echtheit. Doch wie der heilige Augustinus einmal sagte: Der Mann sieht, was vor Augen ist;  der Herr sieht das Herz an.“
In einer Zeit, in der wir lernen, unsere Schwächen und negativen Erfahrungen zu maskieren und unser wahres Gesicht zu verstecken, ist es wichtig, unser authentisches Ich zu zeigen.
Möge diese Adventszeit uns dazu anregen, in unser Inneres zu blicken und das Wesentliche zu entdecken. Lasst uns die Spreu vom Weizen trennen, damit wir selbst im Licht Gottes reflektieren können, was wahrhaftig bedeutend ist.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 5.12.25

„Lichtgestalten“ sind Menschen, die Ausstrahlung haben. Sie können Lebensbereiche, Gemeinschaften und sogar ganze Gesellschaften prägen. Sie kann man sich zum Vorbild nehmen.
Auch im Advent stellt uns die Kirche in den Heiligen „Lichtgestalten des Glaubens“ vor Augen. Sie haben sich von Gott prägen lassen und seine Liebe in der Welt zum Leuchten gebracht.
Der heilige Franz Xaver (3. Dezember) zum Beispiel hat den Glauben an Gott in einer Sprache verkündet, die die Menschen verstehen – indem er mit ihnen lebte, an ihre Kultur und Lebensart anknüpfte. Oder der heilige Nikolaus (6. Dezember) hat als wacher Mensch, als mitfühlender Bischof und weiser Zeitgenosse gespürt, was andere brauchen und entsprechend gehandelt.
 
Lichtgestalten müssen nicht unbedingt heilig sein. Es können Menschen sein, die einem das Leben hell machen. An ihnen kann man sich orientieren, besonders in „dunklen Zeiten“. Vielleicht „Engel ohne Flügel“, aber mit Schattenseiten. Menschen, die unerwartet für einen da sind oder solche, die neue Hoffnung verbreiten, wo nur noch Streit oder Angst und Sorge war.
 
Und wen bewundern Sie? Oder wer ist Ihre Lichtgestalt?
 Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 28.11.25

Eine atemberaubende Vision ist in den Gottesdiensten jetzt am 1. Adventssonntag zu hören: Der Prophet Jesaja beschwört in einer Zeit, die für das Volk Israel alles andere als friedlich war, eine Vision von einer Welt des Friedens.
Wir Menschen brauchen Träume. Wir brauchen Visionen, aus denen wir leben. Ein Traum kann die Sehnsucht in uns Menschen wecken. Und die Sehnsucht weckt Kräfte in uns Menschen, gibt uns ein Ziel, auf das hin es sich zu leben lohnt. Oder wie es Antoine de Saint-Exupéry einmal ausdrückte: „Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
Und Dom Helder Camara sagt: „Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Handeln“.
 
So können die kommenden ersten Adventstage anregen, mich einmal wieder zu fragen: Welche Sehnsucht treibt mich um? Welcher Traum, welche Hoffnung lebt tief in mir?
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen eine hoffnungsfrohe Adventszeit.
 Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 21.11.25

Am kommenden Sonntag begehen wir den Christkönigssonntag. Vor genau 100 Jahren hat Papst Pius XI. dieses Fest in den kirchlichen Kalender gesetzt. Es entstand also bald nach dem 1. Weltkrieg, als viele König- und Kaiserreiche zerfielen. Die Kirche führte den Menschen Jesus Christus als König vor Augen. Als König, dessen Herrschaft im Dienen besteht und kein Ende hat.
 
Der Christkönigssonntag ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Das kann Anlass sein, zurückzuschauen und zu fragen: Wie war das vergangene Jahr für mich in meinem Glaubensleben, in meinem geistlichen Leben? Welche Bedeutung hat Jesus Christus für mich?
 
Jedenfalls schließt sich mit dem Christkönigssonntag ein Kreis – nächste Woche beginnt dieser Kreislauf mit dem Advent von neuem.
Darin steckt für mich immer wieder die Botschaft, dass Jesus Christus Mittelpunkt und Herr auch unserer Zeit ist – und dass wir alle Zeit, alles Gewesene und alles Kommende vertrauensvoll in seine Hände legen dürfen.
 Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 14.11.25

In dieser Woche haben wieder unzählige Kinder und Familien bei Gottesdiensten und Laternenumzügen an den Heiligen Martin erinnert. Wohl jeder kennt die Geschichte, wie Martin seinen Mantel mit dem Bettler am Stadttor von Amiens teilt.
 
Was weniger bekannt ist: In der folgenden Nacht sah Martin im Traum Jesus, wie er mit der Hälfte von Martins Mantel bekleidet war. Jesus sagte: „Du hast nicht nur einen Bettler, sondern mich mit diesem Mantel bekleidet. Denn was du einem meiner geringsten Brüder tust, das tust du mir.“
 
Von dem Mantel kommt übrigens die Bezeichnung „Kapelle“ für eine kleine Kirche. Als Martin gestorben war, wollte man die Hälfte seines Mantels aufbewahren. Er galt sogar als fränkische Reichsreliquie und wurde auf alle Heerzüge mitgenommen. Und weil „Mantel“ auf lateinisch „capella“ heißt, wurde die kleine Kirche, in der er jeweils aufbewahrt wurde, „Kapelle“ genannt.
 
Und welche Assoziationen löst der Heilige Martin bei Ihnen aus?
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 07.11.25

Am 9. November feiern wir in der Kirche den „Weihetag der Lateranbasilika“.
Die Lateranbasilika ist die ursprüngliche Papstkirche – und bis heute ist sie, nicht der Petersdom, die eigentliche Hauptkirche von Rom – „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“, wie eine lateinische Inschrift am Hauptportal verkündet. Dadurch steht dieses Fest wie kein anderes für die Einheit der katholischen Weltkirche und für ihre Verbundenheit mit dem Papst.
Daran erinnert übrigens bis heute ein kleiner, meist vom normalen Gottesdienst-Mitfeiernden unbemerkter Ritus in der Eucharistiefeier: Bei der Brotbrechung vor der Kommunion lasse ich ein kleines Stück der Hostie in den Kelch fallen. Dies ist eine Erinnerung an ein uraltes Ritual aus der Lateranbasilika: Wenn der Papst in den ersten Jahrhunderten der Kirche die Messe im Lateran feierte, zerbrach er die Hostie in so viele Teile, wie es Hauptkirchen in Rom gibt. Ein Teil behielt er für sich, die anderen wurden von Boten in die anderen Kirchen getragen, wo sie dann bei der Messe, die dort zelebriert wurde, in den Kelch mit Wein eingelegt wurde. Ein sehr starkes Symbol dafür, dass in der ganzen Kirche die eine Heilige Messe gefeiert wird, dass „alle Anteil haben an dem einen Brot“.
 
Der Gedenktag kann Anlass sein zu überlegen: Wo habe ich diese Gemeinschaft, diese Verbundenheit erlebt? Was trage ich zu dieser Gemeinschaft bei?
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 31.10.25

Einmal war ein kleines Kind mit seiner Mutter in der Kirche. Es betrachtete lange die bunten Glasfenster mit den Figuren der Heiligen. Die Sonne schien durch das Glas und tauchte den Raum in ein warmes, farbiges Licht.
Das Kind fragte: „Mama, wer sind diese Menschen da?“
Die Mutter antwortete: „Das sind Heilige.“
Am nächsten Tag erzählte das Kind im Religionsunterricht: „Ich weiß jetzt, was ein Heiliger ist – ein Mensch, durch den die Sonne scheint.“
 
Wie schön dieses Bild ist!
Ein Heiliger ist jemand, durch den das Licht Gottes hindurchscheint – durch seine Güte, sein Vertrauen, seine Liebe, seinen Mut. Heilige sind keine perfekten Menschen. Aber sie haben sich für Gottes Licht geöffnet, sodass es durch sie hindurch in die Welt leuchten konnte.
Wenn wir am 1. November das Fest Allerheiligen feiern, dürfen wir uns daran erinnern: Auch in uns möchte Gottes Licht leuchten.
In unserem Lächeln, in unserer Geduld, in unserer Bereitschaft zu vergeben und Gutes zu tun. Vielleicht können wir nicht die ganze Welt erhellen – aber den kleinen Kreis um uns herum schon.
Und wenn wir das tun, dann werden auch wir ein bisschen zu dem, was das Kind gesehen hat: Menschen, durch die, die Sonne scheint.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 24.10.25

„Gott ruft sein Volk zusammen, rings auf dem Erdenrund“ – so heißt es in einem Lied im „Gotteslob“. Und das passt besonders zum kommenden Sonntag. Denn da begehen wir den „Sonntag der Weltmission“. Dabei feiern Gemeinden auf allen Kontinenten ihre weltumspannende Verbundenheit in Jesus Christus.
 
Als Christinnen und Christen leben wir nicht für uns selbst. „Weltmissionssonntag“ heißt: wir haben eine Mission – einen Auftrag. Oder wie der verstorbene Papst Franziskus es ausgedrückt hat: „Jeder Mann, jede Frau ist eine Mission und das ist der Grund, weshalb der Mensch auf Erden ist.“
Wir sind getauft und damit gesandt, Botschafterinnen und Botschafter der Liebe Gottes zu sein. Für den einen heißt das stets ein offenes Ohr für die Mitmenschen zu haben, für den anderen vielleicht, vom Glauben zu erzählen.
So kann dieser Tag Anlass sein zu überlegen: Was ist meine Mission? Mein Beitrag?
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 17.10.25

Der Herbst lädt uns auf besondere Weise ein, über das Leben nachzudenken. Alles hat seine Zeit – auch das Loslassen und Neubeginnen. Die Blätter färben sich, leuchten in Gelb, Orange und Rot, fallen zu Boden und bereiten Platz für Neues. Die Natur zieht sich zurück, sammelt Kräfte für die Winterzeit und zeigt uns, dass Abschied genauso zum Leben gehört wie Wachstum.
So wie die Bäume im Herbst ihre Blätter loslassen, können auch wir überlegen, was wir in unserem Leben loslassen sollten – Sorgen, Belastungen, alte Gewohnheiten oder Dinge, die uns hindern, weiterzugehen. Wer loslässt, schafft Raum für Neues, für Freude, Hoffnung und Heilung.
Nehmen Sie sich bewusst Zeit, den Herbst zu erleben – beim Spaziergang über das bunte Laub, beim Betrachten der kahlen Bäume oder in der Stille Ihres Herzens. Vertrauen wir darauf, dass Gott alles in seiner Hand hält und verwandelt. Wo wir loslassen, kann er wirken, und wo wir ihm Raum geben, wächst neues Leben.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 10.10.25

Dieser Tage wurde bekannt, dass der Heilige John Henry Newman (1801-1890) im November den selten verliehenen Ehrentitel „Kirchenlehrer“ erhalten wird. Damit macht die Kirche deutlich, dass der englische Theologe und Kardinal einen prägenden Einfluss auf die christliche Theologie hatte und einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der christlichen Lehre leistete.
 
Newman, der große Gelehrte, konnte aber auch ganz praktische Ratschläge für einen lebendigen Glauben geben. Er schreibt einmal sinngemäß:
„Wenn Du mich fragst, was Du tun musst, um vollkommen zu sein, so sage ich Dir:
1. Bleibe nicht im Bett liegen, wenn es Zeit ist, aufzustehen.
2. Schenke die ersten Gedanken des Tages Gott.
3. Mache jeden Tag einen Besuch vor der Eucharistie.
4. Bete mittags den „Engel des Herrn“.
5. Iss und trink zu Gottes Ehre.
6. Bete mit Sammlung den Rosenkranz.
7. Halte böse Gedanken fern.
8. Mache deine abendliche Betrachtung gut.
9. Erforsche täglich Dein Gewissen.
10. Geh abends rechtzeitig ins Bett.
Dann bist du bereits vollkommen.“
 
Vielleicht ist ja auch für Sie ein Ratschlag für den heutigen Tag dabei…
Pfarrer Rainer Warneck
 
"Baut Brücken statt Mauern!"

Freitag, 03.10.25

Heute, am 03.10.25, feiern wir den Tag der Deutschen Einheit. An diesem Tag erinnern wir uns daran, wie Mauern gefallen sind und Menschen wieder zusammengekommen sind. Oft gibt es Unterschiede in Meinungen, Gewohnheiten oder Lebenswegen, die es schwer machen, gut zusammenzuleben. Aber gerade diese Unterschiede dürfen uns nicht trennen, sondern können unser Miteinander bereichern.
 
Einheit bedeutet nicht, dass alle gleich sein müssen, sondern dass wir die Unterschiede miteinander verbinden, wie Papst Franziskus sagt. Auch im Glauben sind wir aufgerufen, Brücken zu bauen, zuzuhören und zu vergeben. Jeder kleine Schritt der Versöhnung ist ein Beitrag zu Frieden und Gemeinschaft.
 
Einheit wächst, wenn wir bereit sind, aufeinander zuzugehen und das Gute im anderen zu sehen. Wenn wir es schaffen, diese Haltung zu leben, wird Einheit nicht nur ein Tag im Kalender, sondern eine Erfahrung, die unseren Alltag prägt.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 26.09.25

Heute ist der Europäische Tag der Sprachen.
Die Sprache ist ein Phänomen. Eigentlich sind das ja lediglich Töne, die wir mit Hilfe der Luft und unseren Stimmbändern bilden. Sprache – eigentlich nur ein Hauch, ein Luftzug. Und doch: Sprache, Wörter verändern die Welt.
„Ich liebe dich!“ Drei Wörter und der Himmel hängt für uns voller Geigen.
„Oma ist tot!“ Drei Wörter und die Welt bricht für uns zusammen.
Ja, eigentlich nur Wörter. Aber sie treffen uns, manchmal sogar stärker und heftiger als eine Faust ins Gesicht.
Welche Macht wir doch durch unser Sprachvermögen besitzen: Durch gezielte Wortwahl können wir Menschen beeinflussen, Stimmungen und Gefühle erzeugen.
 
Der heutige Tag der Sprachen könnte daher ein Impuls sein zu überlegen:
Wie sprechen wir? Wie sprechen wir miteinander übereinander? Für was benutzen wir unsere Stimme: Um Menschen zu bestärken, um sie zu trösten, um ihnen Mut zu machen; oder gebrauchen wir unsere Worte, um Menschen schlecht zu reden und sie zu beschimpfen?
 
Ich lade Sie ein, sich heute die positive Macht der Worte zu eigen zu machen und einem anderen Menschen bewusst etwas Gutes zuzusprechen.
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 19.09.25

„Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Lk 16,13) – ein markanter Satz aus dem Evangelium des kommenden Sonntags.
Wir verbinden dieses biblische Wort „Mammon“ vor allem mit Geld – aber der Begriff ist viel weiter: Er hat dieselbe Wurzel wie das Wort „AMEN“. Es geht hier um alles, woran ich mich „festmache“, woran ich mein Herz hänge – und was mich dadurch auch fesseln und vom Wesentlichen abziehen kann. Das kann Besitz sein, aber eben auch bestimmte Sorgen, Konflikte, auf die ich mich fixiere. Auch ein allzu festhaltender, „klammernder“ Umgang mit meinen Beziehungen kann ein solches „Mammon“ sein.
 
Klar ist: Wir können nicht einfach aufhören, Geld zu verdienen, unser Leben zu gestalten, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Aber die Frage bleibt: Woran machen wir unser Herz fest? Wer ist wirklich der „Herr“ in unserem Leben, dem wir dienen?
 
Jesus ist überzeugt: Gott zu dienen macht frei – sich getragen fühlen, zu wissen: Ich bin in Gottes Hand. Das gibt die Freiheit, nicht selbst alles machen und alles haben zu müssen. Gottes Zusage „Ich bin bei dir“ anzunehmen, macht uns frei für ein Leben mit offenen Augen und Herzen für ihn, für uns selbst und für die Menschen um uns herum – und damit dem Leben zu dienen.
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 12.09.25

Gestern beim Pfarrausflug der Pfarrgemeinde Völkersbach haben wir die ehemalige Klosterkirche Schöntal besucht – eine barocke Kirche. Viele Teilnehmende waren unglaublich fasziniert von diesem lichtdurchfluteten Gotteshaus, mit seinen vergoldeten Elementen, mit dem Stuck an Decken und Wänden und riesigen Bildern. In der Barockzeit wollte der damalige Abt des Klosters Macht und Reichtum demonstrieren. Und mit aller Pracht Gott loben und auch schon ein Stück Himmel abbilden.

Schaut man sich Kirchen an, die z.B. in den 1960er und 70er Jahren gebaut wurden, fällt eher die Schlichtheit ins Auge. Hier soll Platz sein für das Wesentliche, die Stille, die Ruhe, die Unterbrechung der Hektik, was uns in unserer Zeit oft verloren geht.

Kirchen können auf viele Weise begeistern, ob mit der Pracht eines barocken Gotteshauses oder mit der schlichten Betonmauer einer zeitgenössischen Kirche.
Welche Kirchenräume sprechen Sie besonders an? Welche helfen Ihnen, Gott mehr auf die Spur zu kommen?
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 05.09.25

Wir meinen oft, das Leben verlange von uns große Leistungen. Doch in Wahrheit sind es die kleinen Gesten, die Großes bewirken: ein freundliches Wort, ein offenes Ohr, ein stilles Gebet für einen anderen. Mutter Teresa hat es einmal so gesagt: „Wir können nicht alle Großes tun, aber wir können kleine Dinge mit großer Liebe tun.“ Wenn wir das beherzigen, wird unser Alltag verwandelt, denn Gott selbst wirkt in den kleinen Gesten der Liebe. Vielleicht können wir uns diese Woche vornehmen, jeden Tag bewusst eine kleine Tat der Freundlichkeit zu schenken – ohne Aufhebens, einfach so, aus Liebe. Kleine Taten sind wie Samen – sie tragen Frucht, oft ohne dass wir es merken. Ein Lächeln kann das Herz eines Menschen aufrichten. Wer Liebe sät, wird Freude ernten.
Wenn wir lernen, unsere Aufmerksamkeit auf diese kleinen Augenblicke zu richten, erkennen wir, dass das Leben voller Möglichkeiten ist, anderen Gutes zu tun – und dabei selbst beschenkt zu werden. So entsteht eine Kette der Liebe, die weiterwirkt, oft weit über das hinaus, was wir sehen können.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 29.08.25

„Ich würde dich nicht suchen können, wenn du mich nicht schon gefunden hättest.“ So schreibt einmal der heilige Augustinus. Gestern war sein Gedenktag. Er war ein großer Theologe und Philosoph im 5. Jahrhundert.
„Ich würde dich nicht suchen können, wenn du mich nicht schon gefunden hättest.“ Das klingt erstmal ziemlich kompliziert. Aber es meint eigentlich schlichtweg: Gott selbst macht den ersten Schritt, wenn es darum geht, mit uns Menschen in Beziehung zu kommen. Erst dann folgt die Antwort des Menschen. Das wissen wir aus unserer menschlichen Erfahrung heraus: Beziehung kann nur gelingen, wenn sie von beiden Seiten gepflegt wird.
 
Wie sieht es zurzeit mit meiner Beziehung zu Gott aus? Wie werde ich diese heute von meiner Seite her pflegen?
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 22.08.25

Heute, am Freitag, den 22. August 2025, eine Woche nach Mariä Himmelfahrt, feiern wir Maria als Königin des Himmels und der Erde. Papst Pius XII. hat dieses Fest 1954 eingeführt, um deutlich zu machen: Maria hat durch ihr Ja zu Gott und durch ihre Nähe zu Jesus eine besondere Würde erhalten.
Ihre Krone ist nicht aus Gold, sondern aus Demut, Hingabe und Liebe. Sie herrscht nicht durch Macht, sondern durch ihr offenes Herz. Und gerade darin liegt ihre Größe: Sie führt uns zu Christus, dem wahren König der Herrlichkeit.
Wenn wir Maria Königin nennen, dann spüren wir: Gott hat sie erhoben, weil sie ihm ganz vertraut hat. In Maria zeigt sich, dass Gott die Kleinen groß macht und die Demütigen mit Würde krönt. Sie ist eine Mutter, die unsere Sorgen mitträgt, die uns versteht und die bei Gott für uns um Frieden, Trost und Hoffnung bittet.
Gerade in dieser Zeit, in der es so viele Kriege gibt und unzählige Gespräche um den Frieden geführt werden, schauen wir auf Maria.  Bitten wir heute Maria, die Königin des Friedens, dass sie uns lehrt, mit ihrem Vertrauen zu leben und mit ihrer Liebe die Welt ein Stück heller zu machen.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 15.08.25

Aktuell wüten wieder zahlreiche Waldbrände, u.a. in Griechenland und Spanien.
Auch sonst finden wir unendlich viel Feuer auf der Erde: Kriegsbomben, Terroranschläge, Brandstiftungen. Und wir entdecken viel Zwietracht und Unfrieden: zwischen Regierungen, Volksgruppen. Und mehr und mehr kann man den Eindruck haben, dass der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft brüchig wird. Und immer wieder gibt es geistige Brandstifter, die eine gespannte Situation mit ihren Worten noch anheizen.
 
Im Evangelium des kommenden Sonntags sagt Jesus: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“
Hier hat das Feuer eine andere Bedeutung: Es ist der Wunsch Jesu, dass seine frohe Botschaft sich wie ein Feuer ausbreitet, dass Christen im positiven Sinn „brennen“ für das Reich Gottes, dass ihr Herz in Brand gerät für Gott und die Menschen.
Überlegen Sie doch heute für sich: Wie kann ich im Alltag dieses brennende Herz, mein Feuer für Jesus Christus hüten und die Flamme nähren?
Damit der Funke dann auch überspringt auf andere…
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 08.08.25

„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ Veränderung macht vor nichts und niemandem Halt.
Aber was, wenn man die Veränderung gar nicht will?
 
Manche Veränderungen erscheinen unnötig. Sie bringen die Gewohnheiten und Liebgewonnenes durcheinander. Veränderungen fordern heraus, dringen in die Komfortzone ein und zerstören bewährte Strukturen, die Sicherheit und Behagen verleihen.
 
In diesem Zusammenhang wird man jetzt sicher sagen: „Aber Kirche braucht doch dringend Veränderung! Kirche steht doch still, ist verkrustet und muss zeitgemäßer auftreten!“
 
Ja.
 
Aber Veränderung zum Dogma zu erheben und die Veränderung um ihretwillen durchzusetzen, in Aktionismus und nur, weil man es muss, kann auch nicht die Lösung sein.
 
Was sind denn auch Vorteile, wenn sich etwas mal nicht verändert und gleich bleibt?
 
Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 01.08.25

Im Sommer sind viele Menschen unterwegs: in den Urlaub, in die Berge, ans Meer oder einfach in die Natur. Und jedes Mal stellt sich die Frage: Was packe ich ein? Was brauche ich wirklich? Und was kann ich zu Hause lassen?
Es gibt einen Spruch: „Mit leichtem Gepäck reist es sich besser.“ Das gilt nicht nur für den Koffer oder Rucksack, sondern auch für unser Leben. Oft tragen wir Dinge mit uns herum, die schwer sind: Sorgen, alte Verletzungen, Schuldgefühle oder den Druck, immer alles richtig machen zu müssen.
Wer schon einmal auf einen Berg gestiegen ist, kennt das: Am Anfang ist der Rucksack schwer – mit Wasser, Essen und allem, was man braucht. Der Weg bergauf ist anstrengend. Aber je weiter man geht, desto leichter wird das Gepäck. Man trinkt etwas, isst eine Kleinigkeit – und der Rucksack wird leichter. Und wenn man oben war, ist der Weg nach unten oft viel einfacher.
So wünsche ich allen, die Urlaub machen oder eine Pause haben: Dass sie mit Freude zurückkehren – mit einem leichteren Herzen, einer ruhigeren Seele und vielleicht mit einem neuen Blick auf das, was wirklich wichtig ist.
Möge Gott Ihnen in dieser Zeit begegnen in der Ruhe, in der Natur, in der Freude. Und möge Ihr Herz leichter sein, wenn Sie zurückkehren.
Kooperator Tijo Thomas
 
 

Freitag, 25.07.25

Die Muschel ist ein Symbol, das man beim Wandern auf vielen Wegweisern entdecken kann. Es zeigt, dass hier der Jakobsweg verläuft, auf dem seit vielen hundert Jahren Menschen aus ganz Europa nach Santiago de Compostela in Spanien pilgern. Die Muschel ist damit auch das Symbol für den Heiligen Jakobus, dessen Fest die Kirche heute feiert.
 
Die Jakobsmuschel hat eine doppelte Bedeutung. Sie wird ganz praktisch zum Wasserschöpfen genutzt, um aus noch so kleinen Quellen eine Erfrischung nehmen zu können.
Und im übertragenen Sinn kann die Muschel sagen, dass Gott für uns Christen die Quelle des Lebens sein will. Er lässt uns nicht verdursten, sondern schenkt uns Energie für den Lebensweg. Aus der Verbindung mit ihm können wir (neue) Kraft für den Alltag schöpfen.
 
Haben Sie für sich auch so ein Symbol, das Sie immer wieder an Ihre Kraftquellen erinnert? Ein Symbol, das deutlich macht, dass Sie auf Ihrem Lebensweg nicht allein sind?
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 18.07.25

Oft werde ich gefragt, was mich dazu bewogen hat, bei der Kirche zu arbeiten und ob ich sehr gläubig wäre. Das sei doch veraltet, ich wär viel zu jung und zu modern für so etwas, und Kirche sei doch ohnehin ein verkrusteter Saftladen, in dem ein Skandal den nächsten jage. Man selbst sei ja „schon lange“ ausgetreten…
 
Diese Frage, gepaart mit Verwunderung, - so stelle ich immer wieder fest – beruht auf einem einseitigen Verständnis, was Kirche überhaupt ist. Häufig wird Kirche leider synonym zum institutionalisierten Apparat verstanden, der von den Medien und speziell in der Regenbogenpresse immer wieder in Verruf gebracht wird. Geht es um Finanz- oder Missbrauchsskandale, sind die Titelseiten extra groß bedruckt. Wenn Kirche etwas bewegt oder Gutes schafft, muss man die Lupe herbeiholen, wenn man überhaupt etwas dazu in der Zeitung findet.
 
Kirche ist doch viel mehr als eine Verwaltungsebene. Vielleicht kommt man noch darauf, dass Kirche „dieses große Gebäude mit dem Turm“ ist, „das mitten im Dorf steht“. Aber selbst darin erschöpft sich der Begriff noch bei weitem nicht.
 
Kirche ist doch letztlich das, was Menschen untereinander hilft, ihrem Glauben und ihren Hoffnungen nachzugehen. Sich begegnen, sich bereichern, gemeinsam von einer Sache überzeugt sein, das ist das, was Kirche prägt. Was Menschen durch gute und schlechte Zeiten tragen kann. Was Menschen eine Richtung oder gar eine Lösung anbieten kann, wenn sie Orientierung suchen. Und weil ich das selbst so erlebt habe, nach wie vor erlebe und den inneren Antrieb habe, das auch anderen zu ermöglichen: deshalb arbeite ich bei der Kirche. Obwohl ich viel zu jung und zu modern bin…
 
Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 11.07.25

„Ausculta, o fili“ – „Höre, mein Sohn“.
(Regel des hl. Benedikt, Prolog 1)
 
„Höre, mein Sohn“ – ein Wort, das ins Herz trifft.
Mit diesen einfachen, aber starken Worten beginnt die Regel des heiligen Benedikt, dessen Gedenktag die Kirche heute feiert.
Gemeint ist damit kein beiläufiges Zuhören, sondern ein aufmerksames Hinhören – mit Herz und Verstand. Benedikt ruft uns auf, wachsam zu sein für das, was Gott uns sagen möchte, und für das, was im Alltag um uns herum geschieht.
In unserer Zeit ist das gar nicht so leicht. Es gibt so viele Stimmen, die durcheinanderreden: Nachrichten, Termine, Meinungen, Sorgen. Oft sind wir mehr damit beschäftigt zu reden, als wirklich zuzuhören.
Doch Benedikt erinnert uns: Wer hört, kann Gott begegnen.
Wir hören Gott im Gebet, in der Stille, wenn wir in der Bibel lesen – aber auch in Begegnungen mit anderen Menschen. In jedem echten Zuhören steckt Respekt, Geduld und Liebe. Es sagt: Du bist mir wichtig.
Vielleicht ist „Höre!“ genau das richtige Wort für unsere Zeit:
Ein kleiner Aufruf, langsamer zu werden, stiller zu werden – und wieder mehr mit dem Herzen zu hören.
Kooperator Tijo Thomas
 

Freitag, 04.07.25

Am Schluss des Alten Testaments finden sich die Bücher Hosea, Joel, Amos, Obadja, Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Zefanja, Haggai, Sacharja und Maleachi als letztes Buch im AT.
Alle zusammen bilden das sogenannte Zwölfprophetenbuch.
 
Während man die Geschichte von Jona (der mit dem Wal) sicherlich noch kennt, sind die anderen Propheten sicherlich unbekannter, aber dennoch zweifelsohne einen Blick wert.
Hosea z.B. warnt Israel davor, sich von Gott abzuwenden. Um den Menschen zu zeigen, wie Gott darunter leidet, heiratet Hosea eine Hure, um als Sinnbild dazustehen.
Amos kritisiert das Volk und wirft ihnen vor, „Wein aus großen Humpen“ zu trinken anstatt sich um die Armen zu kümmern.
Aber Micha beispielsweise verkündet (in Kapitel 5), dass der Herrscher aus Bethlehem kommen wird und die Not nur noch solange anhielte, bis eine Frau das Kind gebärt. Wohlgemerkt entstand das Buch Micha ca. 700 Jahre vor Christi Geburt.
 
Neben der Fähigkeit, vielleicht alle zwölf Propheten aufzählen zu können (ich erwische immer wieder auch Priester, denen das große Mühe macht) nutzen sie doch die heißen Tage und stöbern sie bei den zwölf Propheten. Es gibt viel zu entdecken!
 
Markus Fischer, Gemeindereferent
 

Freitag, 27.06.25

„Siebenschläfer“ – so steht heute in meinem Terminkalender. Und ich erinnere mich, dass wir vor fast 25 Jahren mit meinen Studienkollegen auf unserer Bibelschul-Reise in der Türkei an der „Grotte der Sieben Schläfer“ bei Ephesus vorbeikamen.
 
Damit ist eine Legende verbunden: Sie spielt dort im 3. Jahrhundert. Sieben Brüder werden auf Befehl des Kaisers Decius verfolgt, weil sie Christen sind. Schließlich verstecken sie sich in einer Höhle. Dort werden sie lebendig eingemauert. Sie schlafen ein. Knapp 200 Jahre später öffnet ein Bauer die Höhle wieder. Dabei erwachen die Jünglinge. Sofort beginnen sie, die Botschaft von der Auferstehung der Toten zu bezeugen.
Als die sieben Schläfer von Ephesus sind sie in die Geschichte eingegangen und haben dem Tag heute seinen Namen gegeben. 
 
Wie gesagt: Eine Legende. Aber wie alle Legenden will auch diese eine Botschaft vermitteln. Zum einen: Mit dem Tod ist nicht alles aus, sondern wir Christen haben die Hoffnung, dass es weitergeht, dass wir auferstehen.
Und zum andern: Niemand kann die Frohe Botschaft aufhalten, auch wenn es mitunter lange dauert, bis sie Ohren und Herzen erreicht. Wenn nur die Glaubenszeugen „aufgeweckte Menschen“ sind...
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 20.06.25

Krieg ist die größte Plage, die die Menschheit treffen kann. Er zerstört Religion, er zerstört Staaten, er zerstört Familien. Jede Geißel ist ihm vorzuziehen.“ Martin Luther King.
Diese Worte berühren uns gerade heute ganz besonders.
Seit Jahren leidet die Ukraine unter einem zerstörerischen Krieg, der nicht nur Häuser und Straßen, sondern vor allem Menschenleben zerstört. Auch im Nahen Osten spitzt sich die Situation immer weiter zu. Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran schürt Angst und Unsicherheit – nicht nur in der Region, sondern auf der ganzen Welt. In einer Zeit wie dieser ist es wichtig, dass wir als Christen nicht gleichgültig bleiben. Wir stehen für den Frieden. Nicht mit Gewalt, sondern mit Liebe, Geduld und einem offenen Herzen.
Der Apostel Paulus erinnert uns daran: „Dient einander in Liebe.“
Das ist nicht nur eine Aufgabe, sondern auch eine Hoffnung: Dass Liebe stärker ist als Hass, dass Verständnis Gewalt überwinden kann, dass Miteinander mehr bewirkt als Gegeneinander. Frieden beginnt nicht in der großen Politik, sondern im Herzen jedes einzelnen Menschen. Überall dort, wo wir anderen mit Respekt begegnen, wo wir zuhören und friedlich handeln, wächst Hoffnung – in unseren Familien, in der Nachbarschaft, in unserer Gemeinde.
Kooperator Tijo Thomas
 
Figur des Hl. Antonius in St. Cyriak, Malsch

Freitag, 13.06.25

Was tun, wenn plötzlich der Schlüssel weg und einfach nicht mehr zu finden ist, obwohl man doch bereits alles Mögliche unternommen hat? „Schlüsseldienst“, rät der eine, „ein Gebet zum Heiligen Antonius“, empfiehlt der andere.
Der heilige Antonius von Padua, dessen Gedenktag die Kirche heute begeht, wird manchmal auch als „Schlamper-Toni“ bezeichnet. Er wird besonders dann um Hilfe angerufen, wenn jemand auf der Suche ist und verlorene Gegenstände wieder auftauchen sollen. Dieses Patronat rührt vermutlich daher, dass Antonius – als Franziskanermönch im 13. Jahrhundert – den Menschen, die vom guten Weg des Lebens abgekommen waren, nachging.
 
Vielleicht sollte man diesen Heiligen nicht nur anrufen bei verlorenen Gegenständen. Antonius darf sicher auch um Hilfe gebeten werden, wenn wir in Gefahr sind, Orientierung und Gottvertrauen zu verlieren.
Vielleicht ist der Heilige auch ein Ansprechpartner, wenn wir im Allerlei unseres Alltags den Blick für das Wesentliche, für unser Inneres, für Gott und die Mitmenschen zu verlieren drohen.
Letztlich verweist uns Antonius, der oft mit dem Jesuskind auf dem Arm dargestellt wird, auf Jesus selbst. Von ihm, unserem Heiland, ist uns Hilfe und Halt, Schutz und Trost zugesprochen – in allen Lebenssituationen gilt sein "Ich bin da."
Pfarrer Rainer Warneck
 

Freitag, 06.06.25

Im Moment wird mein Alltag durch viele Unterbrechungen und unvorhergesehene Wendungen gestaltet. Vieles, was eigentlich ansteht, muss zurückgestellt werden, weil doch immer wieder etwas anderes dazwischenkommt, das dringender ist. Und wenn das dann auch nicht rund läuft und noch mehr Verzögerungen erzeugt, droht doch langsam aber sicher, dass die Geduld verloren geht. Die Unterbrechungen sind teils unangenehmen Ursprungs, aber zum Glück auch teils freudiger Natur. Einen Unterschied in der Bewältigung macht das aber nicht aus.
 
Wie gut ist es da, dass ausgerechnet Pfingsten dazwischenkommt? Als Fest des Heiligen Geistes kann unser Geist von ihm gekräftigt werden. Gekräftigt werden, um weiter durch den Alltag zu gehen, davor bewahrt werden, verloren zu gehen, wenn alles zu viel zu werden scheint, und schließlich beflügelt werden, am Glauben festzuhalten und sich von ihm tragen zu lassen, so wie es einst den Aposteln geschah, die so beflügelt wurden, dass sie ihren Glauben schließlich mit der ganzen Welt teilten!
 
In diesem Sinne: guten Geist für Sie!
 
Markus Fischer, Gemeindereferent